Demmin – Geschichte der Hansestadt

Das Städtchen Demmin erhielt seinen Namen nach einer Sage. Angeblich haben zwei Prinzessinnen die Burg mit Namen „Haus Demmin“ erbaut. Dabei haben sie sich gegenseitig gelobt:“Dat Hus is din und min“. So soll der Name Demmin entstanden sein.

Um Demmin herum in den Wäldern gab es bereits im 8. Jahrhundert erste Siedlungen. 1140 wurde die Burg Demmin erstmals urkundlich erwähnt. 1156 wurde Demmin zur Residenzstadt. Um 1248 erhielt Demmin das lübische Stadtrecht. 1283 wurde Demmin zur Hansestadt. 1407 kam es zu einem Stadtbrand bei dem die Stadt fast völlig zerstört wurde.

1607 schied Demmin aus der Hanse wieder aus, da die Konkurrenz aus Holland und England zu stark war. Damit zerbrach der Hansebund.
Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Stadt zunächst von kaiserlichen Truppen und danach von den Schweden besetzt. 1648 im Westfälischen Frieden wurde Vorpommern, wozu auch Demmin gehörte dem Reichslehen Schweden zugesprochen. Diese bauten die Stadt zur Festung aus. 1659 wurde die Stadt durch Truppen des brandenburgischen Kurfürsten belagert, was zur Kapitulation der Schweden und deren Rückzug führte. Die Stadt blieb jedoch bei den Schweden und 1679 zogen erneut schwedische Truppen in die Stadt ein.

1712/13 geriet die Stadt für kurze Zeit unter russische Besatzung und sowohl Peter der Große als auch Katharina I. residierten hier. 1715 zu Beginn des Pommernfeldzuges wurde die Stadt von Friedrich Wilhelm I. von Brandenburg besetzt. 1720 gab es den Frieden von Stockholm in dem Demmin unter preußische Herrschaft fiel. 1757 geriet die Stadt erneut unter schwedische Besetzung während des Siebenjährigen Krieges. Sie konnte jedoch von den Preußen zurückerobert werden.
Die Hafenstadt Demmin wurde noch bis zum späten 19.Jahrhundert von kleinen Seeschiffen angelaufen. 1860 wurde sie Garnison des preußischen 9.Ulanen- Regiments. Um 1900 hatte Demmin u.a. drei Metallgießereien, zwei Brauereien eine Zuckerfabrik und zwei Molkereien. Auch der Hafen wurde ausgebaut.

In der Weimarer Republik war die Stadt eine Hochburg DNVP und des Stahlhelms. Jüdische Geschäfte wurden boykottiert und es gab zahlreiche antisemitische Kundgebungen.

Am 1. Mai 1945 wurde die Stadt kampflos and die Rote Armee übergeben. Diese zerstörte einen Großteil der historischen Innenstadt. Zu DDR-Zeiten baute man die Stadt wieder neu auf und beließ sie als Kreisstadt. 1992 trat sie auch wieder dem Hansebund der Neuzeit bei und seit 1994 trägt sie als Zusatz wieder den Namen „Hansestadt“.